Liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft,

08. April 2020

die Corona-Krise und die Maßnahmen zu ihrer Bewältigung haben zu ernsthaften Irritationen zwischen Deutschen und Franzosen geführt. Wer die Reportage über Vorkommnisse an  der Grenze zwischen Lothringen und dem Saarland gesehen hat, wo offenbar rigide Vorschriften den Pendlern das Leben schwer machen und beleidigende Zurechtweisungen beklagt werden, der mag an der Festigkeit deutsch-französischer Freundschaft wieder zweifeln. Wir wissen, daß ein Zerwürfnis politisch natürlich nicht gewollt ist und unsere Regierungen daran arbeiten, trotz aller Unterschiede bei Betroffenheit und Maßnahmen, Ansichten und Strategien zur der Bewältigung der Corona-Krise zu gemeinsamen Lösungen zu kommen.

Eines von mehreren ermutigenden Zeichen in dieser Hinsicht ist eine gemeinsame Erklärung der Vorsitzenden der deutsch-französischen parlamentarischen Freundschaftsgruppen in Bundestag und Nationalversammlung, Andreas Jung und Christoph Arend, die ich Ihnen gern ans Herz legen möchte (siehe Anhang). Natürlich geht es bei der Bekämpfung der Pandemie zu allererst um unser aller Gesundheit und die Gesundheitssysteme in unseren Ländern, deren Wert gerade jetzt für alle sichtbar und erfahrbar wird. Aber es geht auch um mehr – um die Offenheit in Europa über die Grenzen hinweg, um  Solidarität in Europa. Dieser historischen Errungenschaft deutsch-französischer Aussöhnung und europäischer Integration droht ernsthaft Gefahr, wenn diejenigen wieder Oberwasser haben, die das Heil in Abschottung suchen. Ist es nicht Aufgabe einer Deutsch-Französischen Gesellschaft, sich einer solchen Entwicklung entgegenzustellen?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen gute Gesundheit und ein frohes Osterfest

   

Beste Grüße,

Dr. Detlef Puhl
(Präsident)

Liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft,

30. März 2020

die Corona-Pandemie in Deutschland und Europa hat uns fest im Griff. Seit einer Woche gelten verschärfte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, die mindestens bis  zum 20. April andauern werden. Wir sehen uns deshalb gezwungen, auch alle Veranstaltungen im Mai abzusagen, da die Art der Maßnahmen nach dem 20. April nicht absehbar sind. Vor allem unsere für den 7. Mai geplante große Veranstaltung mit Kooperationspartnern zum Thema „Ziemlich fremde Freunde“ müssen wir absagen, bzw. auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, denn das Thema wird uns nicht nur erhalten bleiben; es wird an Brisanz gewinnen. Zur Zeit hoffe ich noch, dass wir das Grillfest am 19. Juni retten können. Ich bin sicher, Sie haben für diese Entscheidungen Verständnis, und hoffe, daß wir unsere Aktivitäten so bald wie möglich wieder aufnehmen können. Aber wie sagt die Kanzlerin zu Recht?  Haben Sie Geduld! Und zwar jetzt!!

Gestatten Sie, dass ich Ihnen aus demselben Anlaß auch einen Aufruf des Institut Francais in Bonn weiterleite, das um Spenden dafür bittet, seine Arbeit weiterführen zu können. Das Institut Francais, das von einem privaten Verein getragen wird, ist unser engster und, wenn ich so sagen darf, natürlicher Kooperationspartner, an dessen Funktionsfähigkeit uns sehr gelegen ist.

Bleiben Sie gesund.

Beste Grüße,

Dr. Detlef Puhl
(Präsident)