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InfoBrief 2011-2



Nr. 2011-2

23. Mai 2011

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft, chers amis,


 

mit diesem neuen INFO-BRIEF wollen Ihnen wieder über Neues und Wissenswertes aus dem Leben der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg berichten und auf unsere weiteren Veranstaltungen hinweisen.

 

Rückschau

 

Am 6. April 2011 luden wir zu einem Vortrag mit Prof. Dr. Franz Rudolf Weller zum Thema „Über das Fortleben der Sprichwörter – les proverbes aujourd’hui“ ein.

Mit Witz und einem fabelhaften Fachwissen sprach Prof. Weller über den Ursprung der Sprichwörter, über ihre volkstümlichen wie literarischen Wurzeln, über ihre Entwicklung von den Adagen von Erasmus, über Don Quichotte, Pentagruel, Montaigne, La Fontaine und Molière bis heute. Sie sind der Ausdruck von kulturellen Wandlungen, werden ikonographisch wie literarisch dokumentiert, sie verbinden oft Lust und Moral, Kunst und Parodie und stellen gern eine Provokation zum Nachdenken (besonders die modernen Pseudo-Proverben) dar. In Frankreich hat man ca. 2000 Sprichwörter, davon sind gut 400 allgemein bekannt, bzw. im Gebrauch. Wobei nicht immer klar ist, was sie eigentlich bedeuten, ob sie positiv oder negativ beladen sind. Zum Beispiel: „Pierre qui roule n’amasse pas mousse“. Heißt es, wer in Bewegung bleib, rostet nicht, oder überfliegen ist nicht nachhaltig? Prof. Weller nannte die quasi Unmöglichkeit einer wörtlichen Übersetzung, wenn überhaupt können nur Bilder adaptiert werden: „Faute de grives on mange des merles“ ergibt z.B. „In der Not frißt der Teufel Fliegen“, was eine ganz andere Konnotation aufweist. Die Sprichwörter bleiben lebendig und spielen weiter eine bestimmte Rolle in der Literatur. Er nannte die Pseudoproverben von Brecht, z.B. „Mensch denkt, Gott lenkt“, die Spiele der Surrealisten z.B. „Avant le déluge, désarmez les cerveaux“ von Eluard, die „gelifteten“ Proverben von dem Oulipo-Mitglied Caradec, z.B. „Zapper est le propre de l’homme“, Chirac vaut bien une messe“, „Ce qui n‘est pas clair n’est pas exagonal“, und das phantastische Spiel mit Proverben von Calaferte, „Sagesse ancienne“, in dem drei Personen ein Gespräch führen, ohne Thema, ohne roten Faden, nur mittels Sprichwörter. Das Ganze hört sich absolut logisch an!

Prof. Weller ist der Auffassung, dass das Fortleben der Sprichwörter in irgendeiner Form, In der alten Form oder geliftet, nicht gefährdet ist, dass aber keine neuen Sprichwörter entstehen.

 

Am 6. Mai 2011 trafen wir uns im Robert-SchumaN-Institut zu einem poetischen politischen Abend mit Gedichten und autobiographischen Werken von Louis Aragon. Das Trio Magali Herbinger (Schauspielerin), Bernard Vasseur (Autor und Conférencier) und Véronique Pestel (Sängerin und Komponistin) versetzte das Publikum in die Welt des

 

Schriftstellers, Dichters und nicht immer konformen Kommunisten Aragon. Die drei erzählten von seinen Zweifeln, an sich selbst, er war außerehelich geboren, musste zweimal das traumatische Erlebnis Krieg aushalten, Zweifel auch an seiner Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei und Arbeiterwelt. Sie erzählten von seinem Engagement für Pablo Neruda, z.B. gegen den Krieg, für die Unantastbarkeit der Würde des Menschen, sie erzählten von seiner großen Liebe für die Dichterin Elsa Triolet. Aus dem Gedicht, « Que serais-je sans toi? », der Refrain:

Que serais-je sans toi qui vins à ma rencontre

Que serais-je sans toi qu’un cœur au bois dormant

Que cette heure arrêtée au cadran de la montre

Que serais-je sans toi que ce balbutiement

(Aus: Prose du bonheur et d’Elsa, Le Roman inachevé).

Sie erzählten, nein sie trugen vor, rezitierten, sangen und nahmen uns in diese poetische Welt mit, wie nach dem Titel des Gedichts: „J’appelle poésie cet envers du temps“!

Es war eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Robert-SchumaN-Institut.

 

EUROPATAG DER BUNDESSTADT BONN

 

Zum Europatag der Bundesstadt Bonn präsentierte sich unsere Gesellschaft mit einem Informationsstand im Alten Rathaus am Samstag, dem 7. Mai 2011. Unser Bild zeigt den Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Frau Angelika Maria Kappel, Bürgermeisterin und Vorsitzende des Ausschusses für Internationales und Wissenschaft des Rates der Bundesstadt Bonn im Gespräch mit unserem Präsidenten Dr. Wolfgang Linckelmann. Unser Schatzmeister, Burkart Beilfuß, lädt zu einer Cidre-Probe ein.

 

SALON LITTÉRAIRE

Am 11. März 2011 luden wir zu einem Literaturabend mit Sylvie Tyralla-Noel in das Haus Linckelmann. Sylvie Tyralla-Noel hatte das autobiographische Werk „Questions à mon père“ von Eric Fottorino ausgewählt und machte zunächst ein paar Angaben zu Fottorinos Biographie. Der 1960 geborene Mann ist ein uneheliches Kind. Er ist in Bordeaux in einem kleinbürgerlichen katholischen Milieu aufgewachsen. Die Großmutter hatte die Hochzeit ihrer Tochter mit dem Vater des Kindes, einem Juden aus Marokko, verhindert. Als der Junge zehn Jahre alt ist, heiratet die Mutter einen Franzosen aus Tunesien, der das Kind auch adoptiert. Auf einmal hat der junge Eric einen Vater, einen Namen und somit eine Zukunft. Diesem Adoptivvater widmet er das Buch „L’homme qui m’aimait tout bas“. Aber mit siebzehn spürt er den Drang, den biologischen Vater kennenzulernen, was er auch tut. Ein Leben lang wird er diesen Vater, Maurice Maman, einen Frauenarzt, zu demütigen, verletzen, verstehen und zu lieben versuchen. Das ist das Thema der „Questions“. In dem Buch schildert Fottorino, wie es ihm über die Literatur, über das Schreiben gelingt, diesen Vater und dessen Biographie und Familiengeschichte zu akzeptieren.

Er muss sich Fragen stellen, die er immer vermieden hat. Was bedeutet es Jude zu sein? Angst haben, sagt der Vater. Ist es möglich Jude zu werden, jüdisch zu fühlen, wenn man außerhalb des Judaismus aufgewachsen ist? Kann man den biologischen Vater lieben, ohne den Adoptivvater zu verleugnen? Wie man mehrere Kinder lieben kann, kann man mehrere Väter lieben, so die weise Antwort des Maurice Maman. Sylvie Tyralla wies auf den fließenden Stil von Fottorino, auf seine sensible, elegante und poetische Ausdrucksweise hin. Man spürt ständig die Emotion, die das Schreiben trotz der dominierenden Ichbezogenheit Fottorinos lenkt. Wird sie übermächtig, dann werden die Sätze zu Versen, wird sie unerträglich, dann rettet sich der Autor mit Wortspielen.

Es folgte eine angeregte Diskussion über die Identitätsprobleme von Adoptivkindern und die Hilflosigkeit ihrer Eltern.

 

FRANKOPHONIE

Am 30. März 2011 trafen wir uns zum Vortrag „Asterix und das Imperium Americanum – zur politischen und kulturellen Dimension der Organisation frankophoner Länder „ von Christophe Büchi im Uni-Club. Büchi ist Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung in der französischen Schweiz und verfolgte das Gipfeltreffen der Frankophonie 2010 in Montreux für die NZZ.

In einem ersten Teil schilderte er, anhand von persönlichen Erlebnissen, die Situation der französischen Sprache in der Schweiz. Büchi ist in Fribourg als Sohn deutsch - schweizer Eltern groß geworden, so dass er von vornherein zu der Minderheit der Deutsch-Freiburger gehörte, aber selbstverständlich Schule und Studium auf Französisch absolvierte. Mit dem Fazit: „er sei gleichsam rittlings auf der deutsch-französischen Sprachgrenze geboren, und dies tue man nicht ungestraft. Es hinterlasse seelische Spuren.“ „Er fühle so etwas wie zwei Seelen in seiner Brust und seine Tätigkeit bestehe darin, diese Seelen in einen fruchtbaren Dialog miteinander treten zu lassen.“

Die Beziehung der Schweiz zur Frankophonie ist zwiespältig. Als 1986 François Mitterand zum ersten Gipfeltreffen der Frankophonie in Versailles einlud, lehnte die Schweizer Landesregierung die Einladung ab. Es wurde nur ein Beobachter entsandt. Beim 3. Treffen in Dakar war allerdings die Schweiz als Vollmitglied dabei und 2010 organisierte sie das Treffen in Montreux.

In einem zweiten Teil sprach Büchi über die Entstehung der Frankophonie-Bewegung (OIF), die er als Produkt einer langen Tradition sieht. Dass die französische Sprache gepflegt, kontrolliert, normiert und promoviert werden muss, ist eine uralte Idee. Seit dem Mittelalter sorgen sich die französischen Könige um die „langue française“. Die Gründung der Académie française durch Richelieu 1635 ist die Krönung dieser Bemühungen. Im 19. Jahrhundert herrscht die Idee der universellen, einzig menschengerechten Sprache, als einziges Vehikel für die Werte „égalité und liberté“.

Interessanterweise ist die Frankophonie-Bewegung das Produkt der Dekolonisierung. Der Anstoß kam aus Afrika, nicht aus Paris. Männer wie Léopold Sédar Senghor, Prinz Norodom Sihanuk u.a., waren die Hauptakteure. Bis 1986 stieß die Idee auf Skepsis, seitens der französischen Regierung – wohl aus Angst vor dem Vorwurf postkolonialen Hegemonie!

In einem dritten Teil beschrieb Büchi die Frankophonie heute. Die OIF hat ihren Sitz in Paris, Hauptagenturen sind die Agence universitaire de la francophonie, die Fernseh-Kette TV5, die Université Senghor in Alexandria, u. a. Die OIF umfasst 75 Staaten mit einer Gesamtpopulation von 800 Millionen Menschen, „die sich die französische Sprache teilen“. Besonderheiten: Aosta-Tal und Algerien sind nicht vertreten, Belgien ist zweimal vertreten, mit dem belgischen Staat und der Communauté francophone (Wallonie und Brüssel), Kanada sogar dreimal, mit dem Staat und den Provinzen Quebec und New-Brunswick!

Die Ziele der Frankophonie sind:

Verteidigung der französischen Sprache und der Kulturvielfalt, Friede, Demokratie und Menschenrechte, Erziehung, Ausbildung und Forschung, nachhaltige Entwicklung und Solidarität

Das heißt: Alphabetisierung und Promotion der frankophonen Literatur und des Unterrichtsfachs Französisch gegen die Bedrohung des Global English.

Zuletzt stellte Büchi die Frage, ob die Germanophonia nicht von der Frankophonie lernen könnte! Deutsch ist zwar die erste Sprache in Europa, wird aber im Ausland wenig gesprochen und müsste die starke Stellung, die es als Wissenschaftssprache hatte, zurückgewinnen. Warum schreibt man in Lausanne eine Doktorarbeit über S. Freund auf English? Mehr Selbstbewusstsein, mehr Sprachstolz wären nicht falsch am Platz.

Zum Titel: Wie Asterix sein Dorf, seine Kultur, seine Götter gegen die römischen Kohorten verteidigt, verteidigt sich die Frankophonie gegen das englisch-amerikanische Sprachimperium! Auch wenn sie unterliegen sollte, hat sie sich mindestens ehrenvoll verteidigt!

 

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Zum 15. April 2011 lud der Präsident unserer Gesellschaft, Dr. Wolfgang Linckelmann, zur jährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung, dieses Jahr mit Neuwahl des Vorstandes.

Dr. Linckelmann berichtete über die stabile Mitgliederzahl, aber auch über die Schwierigkeit, besonders jüngere und junge Menschen zur Mitgliedschaft zu bewegen. Des Weiteren fasste er die Höhepunkte des Programmjahres 2010 noch einmal zusammen: unter anderem erwähnte er die traditionelle Neujahrsmatinee, den Besuch von Jean-François Poncet, die Exkursion in die Normandie, die Salons Littéraires, die Schüler-/Studentenfahrt zum Deutsch-Französischen Forum in Straßburg, Vorträge zur Praxis der deutsch-französischen Kulturzusammenarbeit und zur deutsch-französischen Partnerschaft, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern und unsere immer wiederkehrenden Veranstaltungen wie Grillabend, Dîner Amical und Adventskaffee. Er dankte den Damen und Herren des Vorstandes für ihre geleistete Arbeit und das gezeigte Engagement in der jetzt abgelaufenen Wahlperiode, insbesondere dankte er denjenigen Mitgliedern des Vorstandes, die sich nicht wieder zur Neuwahl stellen werden, namentlich Caroline Montexier, die maßgeblich das neue Logo mit vorangebracht und den Debattierwettbewerb in schwieriger Phase mit betreut hat.

 

Das Ergebnis der Neuwahlen entnehmen Sie bitte der Beilage

„Vorstand der DFG Bonn und Rhein-Sieg e.V. (Stand: April 2011) “

 

Vorschau

 

Betreff: Einladung zum Deutsch-Französischen Stammtisch Bonn

 

»Neue Leute kennen lernen, französisch sprechen, gemeinsam etwas unternehmen«

Bonjour à tous! Herzlich willkommen bei der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn Rhein-Sieg. Du sprichst gerne französisch? Du reist gerne nach Frankreich, interessierst Dich für das Land, seine Menschen, seine Kultur. Du bist Französin oder Franzose und möchtest gerne neue, deutsche Bekannte kennen lernen? Dann komme doch zu unserem Stammtischabend.

Der Stammtisch richtet sich hauptsächlich an Schüler und Studenten sowie junge Professionelle bis etwa 35 Jahren, aber auch alle Frankreich-Freunde aus der Bonner Gegend sind natürlich herzlich eingeladen.

Wir von der deutsch-französischen Gesellschaft versuchen unser Netzwerk für diese Altersgruppe auszubauen. Über positive Resonanz würden wir uns sehr freuen. Schickt also bitte eine kurze Antwort, wenn Ihr Interesse habt zu kommen (ein 2-Zeiler genügt!), damit eine entsprechende Tischreservierung veranlasst werden kann.

 

Wann? 9.6.2011 gegen 19:15 Uhr

 

Wo? Bönnsch, Sterntorbrücke 4; Haltestelle: Stadthaus

 

Warum? Eine gemütliche nuit printanière mit kühlem Bier und Gesellschaft von der anderen Rheinseite ehe es ins Pfingstwochenende geht!

Wir werden ca. zwei Wochen vor dem Treffen noch mal eine Erinnerungsmail schreiben.

Bis dahin, Schöne Zeit wünscht

 

Alexander Scherer

Juniorenbeauftragter der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn Rhein-Sieg e.V.

www.dfg-bonnrheinsieg.de

aj_scherer@yahoo.de

0178 8809191

 

PS:) Wenn Ihr an dem Termin nicht teilnehmen könnt, aber grundsätzlich an unseren Aktivitäten interessiert seid, dann schreibt mir einfach eine Email, damit ich Euch auf dem Laufenden halten kann.

 

Am Samstag, dem 25. Juni 2011 laden wir zu einem Konzert mit dem Streich-Trio der Brüder von Nahmer ein. Sie sind Mitglieder der Berliner und der Münchner Philharmoniker. Sie werden Werke von Henry Purcell, Jean Françaix, George Enescu und Wolfgang Amadeus Mozart spielen. Das Konzert im Rahmen der FÊTE DE LA MUSIQUE beginnt um 19.30 im Wohnstift Augustinum, Bonn, Römerstrasse 118. Mitglieder unserer Gesellschaft zahlen einen Sonderpreis von € 10,00, zahlbar vor Ort.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Wohnstift Augustinum.

 

Am Donnerstag, dem 14. Juli 2011 treffen wir uns zu unserem traditionellen Grillabend. Die Gesellschaft organisiert Gegrilltes und Getränke, alle Teilnehmer werden herzlich gebeten, das Buffet mit Salaten, Beilagen und Nachtisch zu ergänzen. Wir beginnen um 18.00 Uhr auf dem Grillplatz der Waldfreunde Bonn, Wesselheideweg (Auf dem Hardtberg im Kottenforst).

Bitte parken Sie Ihr Fahrzeug auf den offiziellen Parkplätzen am Eingang des Fußweges zum Grillplatz.

Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung und Überweisung des Kostenbeitrages von € 14,00 bis zum 10. Juli 2011.

 

A vos casseroles

 

 

Le poulet bourbonnais à la moutarde de Charroux

 

1 poulet bourbonnais découpé de 1,8 kg environ

moutarde de Charroux

1 botte d'échalotes

sel et poivre

150 g de crème fraîche

250 g de champignons de Paris

¼ l devin de Saint-Pourçain blanc

garniture aromatique (oignons, carottes, poireaux, bouquet garni).

 

Préparez un fond de volaille en faisant suer la garniture aromatique avec les abattis du poulet, puis en mouillant avec le vin blanc et l'eau.

Laissez réduire aux trois-quarts.

Faites ensuite revenir les morceaux de poulet, puis placez-les dans le fond de volaille.

Laissez cuire à feu doux pendant 45 min en surveillant et en remuant de temps en temps.

Faites décanter le poulet du fond de volaille, liez, puis mettez la sauce dans une casserole.

Incorporez à cette sauce les échalotes que vous aurez au préalable fait suer dans une poêle.

Ajoutez la moutarde de Charroux, les champignons de Paris préalablement revenus dans un peu d’huile et un peu de crème fraîche.

 

Coin littéraire

 

Paysage de Berry

Enfin, vers minuit, le brouillard se dissipa, et Germain put voir les étoiles briller à travers les arbres. La lune se dégagea aussi des vapeurs qui la couvraient et commença à semer des diamants sur la mousse humide. Le tronc des chênes restait dans une majestueuse obscurité ; mais, un peu plus loin, les tiges blanches des bouleaux semblaient une rangée de fantômes dans leurs suaires. Le feu se reflétait dans la mare ; et les grenouilles commençant à s’y habituer, hasardaient quelques notes grêles et timides, les branches anguleuses des vieux arbres, hérissées de pâles lichens, s’étendaient et s’entre-croisaient comme de grands bras décharnés sur la tête de nos voyageurs ; c’était un bel endroit, mais si désert et si triste, que Germain, las d’y souffrir, se mit à chanter et à jeter des pierres dans l’eau pour s’étourdir sur l’ennui effrayant de la solitude. Il désirait aussi éveiller la petite Marie ; et lorsqu’il vit qu’elle se levait et regardait le temps, il lui proposa de se remette en route.

– Dans deux heures, dit-il, l’approche du jour rendra l’air si froid, que nous ne pourrons plus y tenir, malgré notre feu… A présent, on voit à se conduire, et nous trouverons bien une maison qui nous ouvrira, ou du moins quelque grange où nous pourrons passer à couvert le reste de la nuit. […]

Comme ils ne savaient point du tout de quelle direction ils étaient partis, ils ne savaient pas celle qu’ils suivaient ; si bien qu’ils remontèrent encore une fois tout le bois, se retrouvèrent, de nouveau, en face de la lande déserte, revinrent sur leurs pas, et après avoir tourné et marché longtemps, ils aperçurent de la clarté à travers les branches.

– Bon ! voici une maison, dit Germain, et des gens déjà éveillés, puisque le feu est allumé. Il est donc bien tard ?

Mais ce n’était pas une maison : c’était le feu de bivouac qu’ils avaient couvert en partant, et qui s’était rallumé à la brise…

Ils avaient marché pendant deux heures pour se retrouver au point de départ.

George Sand, La Mare au Diable

 

Hinweise

 

Bitte beachten Sie unsere Anlagen:

 

- GÜZ–DOKUMENTE.ORG: Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit: Gemeinsam mit dem „Bureau International de Liaison et de Documentation“ (B.I.L.D.) werden deutsch-französische Jugendbegegnungen, Kolloquien und Studienreisen organisiert.

 

- VORSTAND nach der Neuwahl (Stand:April 2011)

 

Jean Faure & Orchestre gastiert am Dienstag, dem 14. Juni 2011 um 20.00 Uhr im PANTHEON

BONN DAS NEUE PROGRAMM GAP!

Nach dem großen Erfolg seiner ersten beiden Programme hat sich Jean Faure eine „Auszeit“ (Ole von Beust) genommen und sich mit einem „Ich bin dann mal weg“(Horst Köhler) in das kleine Bergbauerndorf seiner Kindheit zurückgezogen. Bei langen Wanderungen über launige Almwiesen und inneren Monologen über „genetisch-musikalische“ (Thilo Sarrazin) Unterschiede zwischen Franzosen und Deutschen hat der ehemalige „Vereinsfranzose“ (PinkPunkPantheon) die Seele „gekärchert“ (Nicolas Sarkozy) und den „Kopf frei bekommen“ (Jogi Löw). Herausgekommen ist ein „Strauß bunter Melodien“(Florian Silbereisen) zwischen Brassens und Brasserie, zwischen Banlieue und Südstadt. Deutschland oder Frankreich? „Es überwiegt eigentlich beides“(Lukas Podolski). GAP! ist die lang erwartete, akustische „Laufzeitverlängerung“ (Angela Merkel) für das „multiethnische“ (Claudia Roth) Orchester mit Matthias Höhn (Düsseldorf), Markus Quabeck (Beuel), Hedayet Djeddikar (Isfahan), Mike Haarman (Mehlem), Kristaps Grasis (Riga) und Jean Faure (GAP).mit:

Hedayet DJEDDIKAR: Piano, Keyboards, Melodica;

Kristaps GRASIS: Gitarre, Ukulele, Mandoline;

Mike HAARMANN: Schlagzeug, Percussions, Berimbau; Matthias HÖHN: Saxophone, Bassklarinette, Concertinas, Duduk, Ukulele, Charango u.v.a.; Markus QUABECK: Kontrabass

 

Im Rahmen ihres Sommerprogramms lädt die Schweizerisch-Deutsche Gesellschaft am Mittwoch, dem 6. Juli 2011 um 19.00 Uhr, zu einem Vortrag in das Park Restaurant Rheinaue. Der Titel des Referates von Prof. Jung lautet - "Der Wirtschaftsführer und Politiker Alfred Escher (1819-1882), der Schöpfer der modernen Schweiz - und seine Verbindungen zu Deutschland" Prof. Joseph Jung ist Geschäftsführer der Alfred Escher-Stiftung (Zürich) und Managing Director bei der Credit Suisse Group AG (Zürich). Weiter Informationen und Anmeldung unter www.sdg-bonn.de oder Telefon 0228 97 83 729 (Frau Gisela Stüssi, stv. Präsidentin)

 

Avis de recherche!

 

Vous avez toujours rêvé de faire du théâtre et de monter sur les planches,

vous avez envie de vous amuser en jouant la comédie,

vous parlez francais,

vous avez des talents cachés ou non,

alors venez nous rejoindre!

Nous souhaitons monter une troupe de théâtre de boulevard. Nous ne sommes pas des comédiens professionnels mais souhaitons tout simplement nous amuser en jouant au théâtre.

Johannes Prill, comédien au Kleines Theater de Bad Godesberg, est prêt à nous soutenir dans ce projet.

Dès que nous aurons réuni suffisamment de comédiens, nous commencerons les répétitions, pas avant l’automne.

 

Vous êtes intéressés? Alors prenez contact avec

Marie Méchineau-Herrmann

Tél. 0228 445934

Marie.mh@t-online.de

 

Der 56. Deutsch-Französische Kongress der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa (FAFA/VDFG) findet vom 22. bis 25. September 2011 in Kiel statt unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Herrn Peter Harry Carstensen.

Das Thema des Kongresses lautet:

Europa kulturell vernetzen – Herausforderung an die deutsch-französische Zivilgesellschaft.

Wenn Sie gerne teilnehmen möchten fordern Sie bitte die Kongressunterlagen beim Generalsekretär an; weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Internetseite www.dfg-bonnrhein-sieg.de z.B. zum Ausdrucken der Anmeldeformulare. Ihre persönliche Anmeldung senden Sie bitte an die in den Unterlagen vorgesehenen Stellen (getrennt nach Unterkunft [Hotel] und Teilnahme am Kongress). Bei ausreichender Teilnehmerzahl richten wir auch einen gemeinschaftlichen Transport nach Kiel ein. Bitte zeigen Sie daher bei Interesse an einem gemeinschaftlichen Transport Ihre Teilnahme formlos beim Generalsekretär an.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 


 

Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Sylvie Tyralla-Noel; Dr. Wolfgang Linckelmann E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999, BLZ: 370 501 98

Die Deutsch-Französische Gesellschaft ist Mitglied der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG)