Der InfoBrief 2009-1 steht Ihnen auch als PDF zur Verfügung!

InfoBrief 2009-1



Nr. 2009-1

18. März 2009

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft, chers amis,


 

der heutige Info-Brief bringt Ihnen wichtige Neuigkeiten aus dem Leben unserer Gesellschaft.

 

DAS IST NEU IN UNSERER GESELLSCHAFT

 

Das neue LOGO der Gesellschaft

 

Der Vorstand der Gesellschaft hatte sich im letzten Jahr entschlossen, ein neues Logo für die Gesellschaft kreieren zu lassen. Das bisherige Signet erfüllte nicht mehr die technischen Voraussetzungen in der Zusammenarbeit mit anderen Gesellschaften und Veranstaltungsträgern, wenn z.B. eine Werbung oder Einladung für eine gemeinsame Veranstaltung erstellt werden sollte. Das Kürzel „DFG“ steht offiziell für „Deutsche Forschungsgemeinschaft“, die auch diese Buchstabenfolge exklusiv für ihren Internetauftritt nutzt.

 

Der ausgeschriebene Name unserer Gesellschaft ist nun Teil unseres neuen Erkennungszeichens. Es ist technisch zukunftssicher, zeigt den Europagedanken deutlicher auf und hebt letztendlich unsere deutsch-französische Grundidee eindrucksvoll in den Vordergrund.

 

Wir werden das neue Logo ab sofort verwenden, jedoch im internen Schriftverkehr noch die vorhandenen mit dem bisherigen Logo eingedruckten Briefbögen aufbrauchen.

 

Der neue Internetauftritt

 

Der seit langem bewährte Internetauftritt der Gesellschaft unter der Adresse www.dfg-bonnrheinsieg.de hat viele Freunde gefunden, was die steigenden Abrufzahlen beweisen. Die Internet-Seiten geben ein Bild unserer Gesellschaft und unserer Arbeit weltweit einsehbar wieder. Die Internet-Technik bietet mit Ihrer professionellen Software (Programme) neue und erweiterte Möglichkeiten der Kommunikation und der medialen Gestaltung an. Daher war es konsequent gleichzeitig mit dem Einführen eines neuen Logos, eine Überarbeitung unserer Internet-Seiten vorzusehen.

Bewährtes wurde beibehalten, neues behutsam eingefügt:

Nach dem Aufbau der Startseite mit dem neuen Signet klicken Sie bitte auf „ENTER“. Es öffnet sich die eigentliche Homepage mit drei Spalten; die linke Spalte zeigt die vorhandenen Menüs, in der breiten mittleren Spalte werden die ausgewählten Menüinhalte angezeigt, und in der rechten Spalte erscheint stets eine Kurzfassung der drei nächsten Veranstaltungen (soweit vorhanden). Ein Klick auf „ ...mehr“ und Sie lesen eine detaillierte Erklärung zur betreffenden Veranstaltung. Über die Suchfunktion lassen sich nach Eingabe von Begriffen und Namen Textstellen in zeitlich vorangegangenen Info-Briefen und Veranstaltungsprogrammen finden. Im Menü „Anmelden zu Veranstaltungen“ steht ein Formular zur Verfügung, um sich zu einer Veranstaltung der Gesellschaft anzumelden. Auf Wunsch erhalten Sie auch eine maschinell generierte Anmeldebestätigung als E-Mail.

Alle anderen Menüs bieten erweiterte Anwendungsmöglichkeiten u. a. der bildlichen Darstellung, deren Einzelbeschreibung hier zu weit führen würde. Vielleicht schauen Sie selbst bei www.dfg-bonnrheinsieg.de hinein und erproben die neuen Möglichkeiten. (GS)

 

Rückschau

 

Am 26. November 2008 lud unsere Vizepräsidentin Lyliane Kempen zum traditionellen Adventskaffee mit Musik auf die Godesburg ein. In schöner Atmosphäre spielte ein Duo, Herr und Frau Beilfuß, Stücke aus verschiedenen Epochen. Daniel Noll, Schüler von Josiane Straub, spielte, begleitet von Lisa Rohwasser, ein Concerto von Wagenseil, danach erfreute uns Lisa mit einer Sonate von Beethoven. Lyliane Kempen las kurze Texte über „Les santons de Provence“ und von einem unbekannten Verfasser „Drei Wünsche“ vor. Seit nun mehr 20 Jahren verdanken wir Lyliane Kempen den besonders beliebten Adventskaffee. Ursprünglich als Damenkaffee konzipiert haben sich in den letzten Jahren gern die Männer hinzugesellt. Der Charme dieser vorweihnachtlichen Kaffeestunde liegt in der liebevollen Organisation, dem gemeinsamen Singen von Adventsliedern aus beiden Ländern oder der Instrumentalmusik (Dank Josiane Straub häufig mit Harfe) sowie Gedichten und weihnachtlichen Texten. Anlass genug, dass unser Präsident ihr für ihr unermüdliches Engagement herzlich dankte und im Namen der Adventskaffee-Besucher einen Blumenstrauß überreichte. Lyliane Kempen freute sehr sich über die Würdigung ihres langjährigen Engagements und den Blumenstrauß.

 

Am 5. Dezember 2008 stellte Françoise Linckelmann den Roman von Muriel Barbery „L’Elegance du Hérisson“ vor. Obwohl die etablierte Presse nie eine Rezension über den Roman veröffentlichte, verbreitete sich die Bekanntheit des Romans wie ein Lauffeuer. Er befindet sich seit ca. 112 Wochen in der französischen Bestsellerliste. Die Autorin beschreibt mit sehr viel Ironie das Leben in einem Pariser Mehrfamilienwohnhaus in einer der besten Lagen. Die Bewohner werden aus dem Blickwinkel der Concierge dargestellt, die gegen jede Vermutung eine höchst sensible und gebildete Frau ist, was von den Herrschaften nicht erkannt wird. Enttarnt wurde sie jedoch erstmals durch die zwölfjährige hochbegabte Tochter eines der Mitbewohner und später durch den neuen Eigentümer einer Wohnung des Hauses. Im Verständnis des Romans traten zwischen französischen und deutschen Zuhörern unterschiedliche Betrachtungen auf: während die Deutschen den Roman als zu intellektuell ansahen, erfreuten sich die Franzosen über den gesellschaftskritischen Tiefgang der Autorin. Anschließend blieb den Zuhörern Gelegenheit zu Fragen und Gesprächen bei einem Glas Rotwein und französischen Spezialitäten.

 

Unsere diesjährige Neujahrsmatinee fand am Sonntag, dem 11. Januar 2009 im schönen Gemeindesaal der Ev. Erlöserkirche in Bad Godesberg statt. Unter dem Motto „sous le ciel de Paris“ fanden sich weit über Hundert Mitglieder und Freunde der DFG ein, um das Bonner Chanson-Duo Milles Fleurs mit Lotte Gaertig , Gesang und Klavier und Stephan Tapp, Bass, zu hören, die unsere traditionell musikalisch-literarische Neujahrsmatinee in unvergessener Weise gestalteten. Ihre Reise durch sieben Jahrzehnte französischer Chansons mit alten Bekannten wie Edith Piaf, Jaques Brel, Georges Brassens, Charles Trenet, Charles Aznavour, Barbara und Mistinguet wie auch neueren Chansons von Carla Bruni und Camille hat mit ihrer Frische und Beschwingtheit alle begeistert und bei vielen Jugenderinnerungen geweckt.

Lotte Gaertig beeindruckte mit ihrer in allen Stimmlagen vollen und modulationsfähigen Stimme, die den Charakter eines jeden Chansons voll traf und mit viel Charme übermittelte. Stephan Tapp war ihr am Bass ein sicherer und humorvoller Begleiter. Ihre heiteren Einführungen in die Chansons rundeten die Darbietung ab. Eine Matinee, die Alltag und Krisen vergessen ließ!

W.L.

 

Bericht über den Debattierwettbewerb in französischer Sprache 2008/2009

der DFG Bonn und Rhein-Sieg

 

Entstehungsgeschichte

 

Im Laufe des Jahres 2007 schlug eines unserer jüngeren Vorstandsmitglieder Janos Feidler auf Grund von Erfahrungen aus seiner belgischen Heimat vor, mit den Schulen Bonns und der Region einen Rednerwettbewerb in französischer Sprache durchzuführen. Im Vorstand haben wir uns schnell darauf verständigt, zu versuchen, diese originelle Idee zu verwirklichen. Janos Feidler und Angelika Schwering, Französisch-Lehrerin und Gründerin eines Fortbildungsprojektes für Französisch-Lehrerinnen und Lehrer erarbeiteten erste Konzepte. Wir zogen die Leiterin des Referats Fremdsprachenunterricht und bilingualer Unterricht im Ministerium für Schule und Weiterbildung Düsseldorf, Frau Henny Rönneper zu Rate, die uns ihre ideelle Unterstützung bei den Schulen zusagte, allerdings empfahl, aus Gründen der Lebendigkeit den Rednerwettbewerb in einen Debattierwettbewerb umzugestalten. Wir griffen den Gedanken auf und so entstand der Debattierwettbewerb in französischer Sprache für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13.

Für dieses neuartige Projekt wie für unsere seit mehreren Jahren organisierten Schülerfahrten zum Deutsch-Französischen Forum, der deutsch-französischen Studien- und Stellenbörse in Straßburg erhielten wir im April 2008 gemeinsam mit der DFG Premnitz den Joseph-Rovan-Preis des französischen Botschafters. Das gab uns für die bevorstehende Arbeit und die Sponsorensuche eine große Ermutigung.

Erst danach stießen wir auf den Wettbewerb der Hertie-Stiftung „Jugend debattiert“ in deutscher Sprache und konnten für die weitere Umsetzung etwa im Hinblick auf die Debattierregeln und Bewertungen lernen.

 

Konzept des Debattierwettbewerbs

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb aus den Stufen 12 und 13 sollten ein Thema aus dem im Unterricht ohnehin vorgesehenen Jahrgangsstoff in Französisch (deutsch-französische Zusammenarbeit und ihre Bedeutung für Europa, Probleme der Integration und Ausgrenzung in den Vorstädten, Frankreich und seine Regionen) erhalten und nach einer Vorbereitungszeit von 2 Stunden (eventuell auch mehreren Tagen) in einer Gruppe von idealer Weise 4 Debattenteilnehmern ihre Pro und Contra-Standpunkte vertreten. Die Debatte selbst sollte nicht länger als 30 Minuten dauern und drei Teile umfassen:

Eingangsstatements von je maximal 3 Minuten (Beginn bei Pro), eine freie Aussprache von insgesamt etwa 12 Minuten und eine Abschlussrunde mit kurzen Abschlussstatements von ca. je einer Minute. Eine Moderatorin bzw. ein Moderator (in den Schulen ein Lehrer, eine Lehrerin) sollte für den geregelten Ablauf der Debatte sorgen. Die einzelnen Teilnehmer sollten nach bestimmten Kriterien bewertet werden.

Um für dieses, auch für die Lehrer und Schüler völlig neue Projekt möglichst großes Interesse zu wecken, hatten wir von Anfang an attraktive Preise vorgesehen:

Die 8 Finalteilnehmer sollten zu einer Reise und Jugendbegegnung nach Paris eingeladen werden, die drei Besten sollten zusätzlich Sach- und Geldpreise erhalten (letztlich wurde es ein Praktikum-Stipendium von je 500,- €).

 

Durchführung des Wettbewerbs

 

Für die Durchführung des Wettbewerbs waren mehrere Stufen vorgesehen:

Information an die Schulen und Einführung interessierter Lehrerinnen, schulinterne Durchführung des Wettbewerbs, Fortbildungsseminar für die Teilnehmer am Finale, Durchführung des Finales

- Information und Einführung

Im Mai informierten wir mit Hilfe des Französisch-Dezernenten der Bezirksregierung Köln, Herrn PALMEN alle Gymnasien der Region und luden für die zweite Hälfte Juni zu einer Informationsveranstaltung in das Robert-SchumaN-Institut ein. Die gleiche Einladung wurde auch über das Fortbildungsnetzwerk von Frau Schwering verteilt. Frau Schwering leitete auch den Einführungsnachmittag, an dem Französisch-Lehrerinnen aus 8 Schulen teilnahmen.

Zur endgültigen Teilnahme haben sich dann nach einer weiteren schriftlichen Umfrage bei den interessierten Schulen die folgenden 7 Gymnasien angemeldet:

 

- Beethovengymnasium Bonn

- Carl-von-Ossietzky-Gymnasium Bonn

- Helmholtz-Gymnasium Bonn

- Städtisches Anno-Gymnasium Siegburg

- Max-Ernst-Gymnasium Brühl

- Martinus-Gymnasium Linz

- Abtei-Gymnasium Brauweiler, Puhlheim

 

Die Durchführung des Wettbewerbs in den Gymnasien fand in unterschiedlicher Intensität während der Monate Oktober und November statt. Die Schulen waren aufgefordert, die Beste oder den Besten mit je einer Vertreterin oder einem Vertreter bis Mitte November für ein Fortbildungsseminar zur Vorbereitung auf das Finale zu benennen , das wir für Ende November vorgesehen hatten. Das Finale selbst sollte von Anfang an einem herausgehobenen Datum und herausgehobenen Ort, nämlich dem deutsch-französischen Tag, dem 22. Januar 2009 im Haus der Geschichte in Bonn stattfinden.

 

Fortbildungsseminar

Das Seminar zur Vorbereitung der Final-Teilnehmer und ihrer Vertreter fand am Wochenende des 30.November/1. Dezember 2008 im Haus Schlesien in Heisterbacherrot statt.

Ursprünglich hatten wir vor, einen professionellen Trainer zu engagieren, der das Training zumindest teilweise in Französisch durchführen sollte. Leider ist es uns, trotz intensiver Suche nicht gelungen, einen solchen Trainer oder Trainerin zu finden. Die infrage kommenden sagten entweder ab oder sahen sich kurzfristig nicht in der Lage dazu. So mussten wir das Seminar, das wir nicht absagen wollten, mit Bordmitteln durchführen, nämlich Vorstandsmitgliedern und Freunden der DFG. Dem engagierten Team gehörten an:

Caroline Montexier, französisches Vorstandsmitglied und Leiterin eines Übersetzungsbüros,

Marie Kindler, Französin und ehemals Journalistin an der Deutschen Welle,

Dr. Hermann Müller-Solger, Vorstandsmitglied, ehemals im Bundesbildungsministerium tätig,

Dr. Wolfgang Linckelmann, Vorsitzender der DFG.

Mit Hilfe von speziell ausgewählten diskussionsfähigen Themen und französischen Texten wurden in zwei Gruppen die Debattenvorbereitung und das Debattieren geübt.

Die beteiligten Schülerinnen und Schüler – einige waren wegen Krankheit oder aus anderen Gründen verhindert - fühlten sich danach sicherer und empfanden das Seminar als eine hilfreiche Unterstützung, zumal sie das Seminar nach ihren Interessen mitgestalten konnten.

Für das Leitungsteam war es eine wichtige Erfahrung zur Vorbereitung des Finalwettbewerbs am 22 Januar 2009. Angesichts der sprachlichen Herausforderung, die Debattenbeiträge auf Französisch vorzubereiten erwies es sich als notwendig, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Finale eine längere Vorbereitungszeit einzuräumen als nur die ursprünglich vorgesehen zwei Stunden.

 

Das Finale

So erhielten alle 7 Erstplazierten seitens der Schulen und eine achte vom Vorbereitungsteam ausgewählte Teilnehmerin sowie deren Vertreter (wegen möglicher Erkrankung) mit Schreiben vom 12. Januar die Einladung zur Endauswahl am 22. Januar mit der Benennung von zwei Themen. Am Morgen des 22. Januar um 9.00 Uhr zogen dann die 8 Endteilnehmer ihr Thema und ihre Pro- oder Contra-Rolle. Sie hatten knapp zwei Stunden Zeit, sich in je einer Gruppe von 4 Teilnehmern unter sprachkundiger Betreuung auf die Debatte vorzubereiten, die ab 11.15 Uhr nacheinander zu den beiden Themen unter Moderation von Hermann Müller-Solger stattfand. Die Themenauswahl und Betreuung ist vor allem dem engagierten Team von Marie Kindler, Jutta Menzel und Caroline Montexier zu verdanken.

Die Themen lauteten:

- Est-ce que l’internet et le mobil rapprochent les jeunes Allemands et Français ?

- Est-ce que la discrimination positive facilite l’intégration des minorités ?

 

Eine Jury aus kompetenten Persönlichkeiten bewertete die Leistung der Debattierer. Ihr gehörten an:

- Dr. Catherine Robert, Direktorin des Robert SchumaN-Instituts an der Universität

- Gilles Thibault, französischer Generalkonsul in Düsseldorf

- Angelika Schwering, Französischlehrerin

- Dr. Wolfgang Linckelmann, Vorsitzender der DFG Bonn und Rhein-Sieg

 

Die Debatte fand vor einem gut gefüllten Saal von etwa 130 überwiegend jungen Besuchern aus den Schulen Bonns und der Region statt.

Die beiden Debattenrunden waren lebhaft und das Publikum „raunte, lachte und spendete schließlich Applaus wie nach einem Konzert“ wie der Journalist, Tobias Blum in Bonner Generalanzeiger schrieb. Es war erstaunlich, mit welcher Sicherheit die Debattenteilnehmer sich in der fremden Sprache die Pro und Contra- Argumente lieferten.

Vorausgegangen war ein eindrucksvoller Vortrag voller historischer Farbe des ehemaligen Botschafters in Paris Klaus Neubert zum Thema: Deutschland-Frankreich: Motor der EU oder Museumsstück der Gründerjahre ?

Die Preisverleihung fand am Abend als krönender Abschluss des Tages nach einem interessanten Podiumsgespräch statt zum Thema „Doppelte Kompetenz – doppelter Erfolg“ mit ein- und ausgewanderten jüngeren Franzosen und Deutschen, die von ihren Herausforderungen und Erfolgen in Beruf und Privatleben berichteten.

Frau Ruth Hieronymi, MdEP und Vorsitzende des Beirats der DFG würdigte den Mut und das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ihre Kommunikationsfähigkeit in Französisch öffentlich unter Beweis zu stellen. Sie zeichnete die 8 Finalisten und die drei Besten aus. Den ersten Platz belegte Christina Komesker vom Linzer Martinus-Gymnasium,

den zweiten Hanna Muranko vom Städtischen Anno-Gymnasium in Siegburg und den dritten

Julian Stüber vom Bonner Carl-von-Ossietzky-Gymnasium.

Alle drei konnten sich neben Buchpreisen über ein Stipendium in Höhe von je 500,-€ für ein mehrwöchiges Praktikum in Frankreich freuen. Alle Endteilnehmer erhielten neben Buchpreisen eine Einladung der DFG zu einer Reise und Jugendbegegnung nach Paris ein, die im Frühsommer stattfinden wird.

Frau Hieronymi würdigte die völlig neuartige Initiative dieses Debattierwettbewerbs in französischer Sprache der DFG und dankte allen Beteiligten für das hohe ehrenamtliche Engagement bei der erfolgreichen Durchführung des Wettbewerbs. Sie drückte die Hoffnung auf eine Fortsetzung aus.

Der Präsident der DFG ermutigte die Jugendlichen , sich in ihrem Lebens- und Berufsweg weiterhin für die französische Sprache und die deutsch-französische Verständigung einzusetzen und lud sie ein, an einem Juniorenkreis mitzuwirken, dessen Einrichtung die DFG plant. Er dankte zum Abschluss ebenfalls allen Beteiligten, den Kooperationspartnern

Haus der Geschichte und Robert-Schuman-Institut, den Jurymitgliedern und nicht zuletzt den Sponsoren. Hierzu gehören:

- das Deutsch-Französische Jugendwerk

- die Fondation Entente Franco-Allemande, Straßburg

- die Hans-Albert-Buss-Stiftung

- Frau Ruth Hieronymi, MdEP

- die Firma Knauber Bonn

- der Klett-Verlag und der Cornelsen-Verlag

 

Wolfgang Linckelmann

 

Ein Bild von der Preisverleihung

 

Foto: Klausdieter Hübschmann)

 

Bericht eines Preisträgers zum Debattierwettbewerb

 

Débat en langue française – Ein Erfahrungsbericht von Julian Stüber

 

Débat en langue française – als ich den Namen des Debatierwettbewerbs der Deutsch-Französischen Gesellschaft zum ersten mal hörte – es muss im Mai oder Juni vergangenen Jahres gewesen sein – da war mir relativ schnell klar, dass dieser eine viel versprechende Möglichkeit darstellte, meine Französischkenntnisse unter Beweis zu stellen. Überhaupt in welcher Bewerbung würde sich ein Verweis auf eine erfolgreiche Teilnahme an einem Debatierwettbewerb nicht gut machen? Und da war ja auch noch die zu gewinnende Reise nach Paris. Wenn das mal kein Anreiz war! Durch das Werben meiner Französischlehrerin Frau Heynen fand sich schnell ein kleines Grüppchen von Interessierten zusammen, um sich einmal die Woche auf den schulinternen Auswahlprozess vorzubereiten.

 

Zum besseren Verständnis sei hier kurz darauf hingewiesen, dass der Debatierwettbewerb zunächst schulintern stattfand und die Sieger dieses schulinternen Wettbewerbs würden sich dann am 22. Januar zur Finalrunde im Haus der Geschichte in Bonn treffen.

 

Nach Abschluss der ersten Ausscheidungsphasen, hat sich die anfängliche Debatiergruppe leider aufgelöst, da die „unterlegenen“ TeilnehmerInnen das Interesse verloren. Von da an stellte es sich als schwierig heraus die praktische Debatte in den Unterricht einzugliedern. Deshalb habe ich mich in den letzten Wochen vor dem 22. Januar vornehmlich alleine vorbereitet. Glücklicherweise gelang es doch noch einige Male im Rahmen des Französischunterrichts zu debattieren. Denn wenn ich eins gelernt habe durch den Debatierwettbewerb, dann dass nichts die praktische Anwendung der Fremdsprache ersetzten kann. Aus diesem Grund kann ich vollends überzeugt sagen, dass durch den Debatierwettbewerb, die Bereitschaft einfach draufloszureden spürbar gestiegen ist. Im Verlauf der Vorbereitungen habe ich zunehmend festgestellt, wie viel Spaß und Interesse ich daran habe Argumente zu finden, zu schärfen und sie argumentativ darzustellen.

 

Die Debatten behandelten aktuelle Themen und erwiesen sich darüber hinaus auch für die Abiturvorbereitung nützlich, da es sich teilweise um Themen der Abiturobligatorik handelte, wie zum Beispiel „Les Relations franco-allemandes“ oder „Immigration et Intégration“; auch von daher war der Debattierwettbewerb, kaum begonnen, durchaus sinnvoll.

 

Das erste Treffen mit den Erst- und Zweitplatzierten der jeweiligen schulinternen Ausscheidungswettbewerbe fand dann am 29./30. November in der Tagungsstätte Haus Schlesien in Heisterbacherrott statt. Wer sich jetzt fragt, wo das ist, der ist sicherlich nicht alleine. Ich begab mich jedenfalls erst einmal auf eine kleine Irrfahrt durch das Siebengebirge. Endlich angekommen trafen wir zum ersten Mal auf die beiden Organisatoren Herrn Dr. Linckelmann (Präsident DFG) und Herrn Dr. Müller-Solger (Vorstand DFG), die ein wirklich bemerkenswertes Engagement an den Tag legten, und uns locker und ungezwungen auf die Finalrunde vorbereiteten. An dieser Stelle großes Lob und vielen Dank!

 

Das gemeinsame Wochenende im Haus Schlesien erwies sich als sehr hilfreich in der Vorbereitung auf das große Finale, nicht zuletzt aufgrund der vielen sprachlichen Tipps und Tricks. Konkret haben wir dort uns in Gruppen in verschiedene Themen eingearbeitet und diese anschließend in einer Probedebatte zur Diskussion gestellt.

 

Der 22. Januar selbst war lockerer als zunächst geglaubt. Zwar stieg die Anspannung deutlich als wir erfuhren, dass etwa 150 Leute im Saal auf uns warteten, als wir dann aber auf der Bühne saßen, wich die Anspannung der Konzentration. Auch das habe ich gelernt: wer überzeugend argumentieren möchte, muss seinem Kontrahenten konzentriert und aufmerksam zuhören können!

Die zwölf Minuten der freien Debatte vergingen dann auch wie im Flug. Das lebendige Hin und Her zwischen Pro und Kontra ließen die Debatte zu einem packenden Schlagabtausch werden, in der jeder sein Bestes gab. Es war auch interessant die zweite Gruppe zu sehen; sozusagen aus der Zuschauerperspektive.

 

Dass der Saal voll war und die Debatte mit Raunen, Lachen und Applaus begleitet wurde, unterstreicht, denke ich, das große Interesse an öffentlichen Debatten

auch unter Jugendlichen (es soll wohl schon Anfragen für eine Fortsetzung des Wettbewerbs geben).

 

Der Besuch von hochrangigen Gästen, darunter der französische Generalkonsul aus Düsseldorf M. Thibault und Ruth Hieronymi (MdEP) war mehr als nur eine schöne Geste, sondern hat sehr deutlich gezeigt, welch hoher Stellenwert der „Nachwuchsgewinnung“ beigemessen wird.

 

Der Abend der Preisverleihung fand dann passender Weise unter dem Motto „Doppelte Chancen – Doppelter Erfolg“ statt und das war es wohl auch, was wir neben den Sachpreisen vor allen Dingen gewonnen haben: sprachliche Kompetenz, Soft Skills im Bereich der Kommunikations- und Teamfähigkeit. Denn schließlich haben wir die Debatten in Zweierteams bestritten. Aber auch fern aller „Nutzen“ hat es einfach Spaß gemacht, sich mit einer Gruppe von Gleichgesinnten in einer Fremdsprache zu unterhalten. Ich denke, dass in dieser Hinsicht die gemeinsame Parisreise eine tolle Erfahrung sein wird und noch einmal zeigt, dass Fremdsprachenlernen auch ganz anders sein kann als in der Schule.

 

Alles in allem kann ich sagen, dass die Teilnahme am Debattierwettbewerb der Deutsch-Französischen Gesellschaft ein voller Erfolg für alle TeilnehmerInnen war und sich zur Nachahmung empfiehlt. Allen potentiellen Nachahmern kann ich nur empfehlen, die anfänglichen Zweifel und Bedenken zu überwinden; die Erfahrung und Lehren eines solchen Debattierwettbewerbs sind wirklich einmalig!

 

Am 27. Februar 2009 stellte Sylvie Tyralla-Noel J.M.G. Le Clézios neuen Roman „Ritournelle de la faim“ vor. Sie stellte von vornherein fest, dass sie den Roman nicht ausgewählt hätte, wenn Le Clézio den Nobelpreis 2008 für Literatur nicht bekommen hätte. Es sei, ihrer Meinung nach, nicht sein bester Roman. Sie schilderte die Vita des Autors, der Romane schreibt, seitdem er des Lesens und Schreibens mächtig ist und dem, gerade 23 Jahre alt, der Durchbruch 1963 mit dem „Procès-verbal“ gelang. Inzwischen hat er an die 40 Werke verfasst, Romane, Essays, Reiseberichte, Novellen, Kurzgeschichten und Märchen. Tyralla-Noel stellte den Roman in den Kontext des Werkes und nannte die wiederkehrenden Themen, Suche nach dem verlorenen Haus auf Mauritius, Darstellung Heranwachsender, die sich in einer Identitäts- oder Existenzkrise befinden, Gewalt und Krieg und die verschiedenen Formen des Hungers, nach Essbarem, nach Freiheit, nach Harmonie, nach Unschuld… Sie versuchte dann, ihr eigenes Unbehagen dem Roman gegenüber zu begründen. Warum hat Le Clézio diesmal Probleme mit dem Inhalt eines Romans? Ist der Ort des Geschehens, Paris, ihm fremd? Liegt es an der Zeitspanne des Geschehens, 1931- 1945? Oder liegt es an Le Clézios eigenem Unbehagen, wenn auch indirekt und fiktional, über die Geschichte seiner Mutter zu schreiben? Zum Schluss las Tyralla-Noel einige Passagen aus dem Roman vor. Danach blieb noch Zeit für Fragen und Gespräche bei Häppchen und Wein.

 

Vorschau

 

Am Sonntag, dem 29. März 2009 laden wir zu einer szenischen Lesung „Madame Staël im Gespräch“ mit Sylvie Tyralla-Noel und Peter Andersch StadtMuseum Franziskanerstrasse 9, um 11.30 Uhr ein. (Wiederholung vom November 2008 wg. großer Nachfrage) Eintritt € 5,00, nur zahlbar vor Ort.

 

Am Mittwoch, dem 15. April 2009 heißt es wieder „Jouons aux Boules“. Wir treffen uns ab 18.00 Uhr am Alten Zoll in Bonn. Anmeldungen bis 8. April 2009 an Dr. Hermann Müller-Solger, Tel.: 0228 646248 oder als E-Mail: hermann@ms-site.de

 

ÄNDERUNG!!!!: Am Montag, dem 20. April 2009 (nicht am 1.4.2009 wie im Programm ausgedruckt) laden wir zu einem Vortrag von Dr. Klaus Wenger, Geschäftsführer von ARTE Deutschland TV: ARTE – Fernsehen im interkulturellen Dialog ein. Die Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Uni-Club und dem Robert-SchumaN-Institut beginnt um 19.30 Uhr im Universitätsclub, Konviktstrasse 9.

 

Am Freitag, dem 24. April 2009 findet die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung statt. Bitte diesen Termin besonders vormerken. Über den Vorschlag einer Satzungsänderung muss mit qualifizierter Mehrheit abgestimmt werden, und es stehen turnusmäßig Neuwahlen zum Vorstand an. Einzelheiten siehe besondere Einladung.

 

Hinweise – Empfehlungen

 

Auf Einladung des Oxford-Clubs empfehlen wir:

Wegen der alljährlich großen Nachfrage bitte sofort anmelden!

 

RHEIN in FLAMMEN

 

Am Samstag, dem 02. Mai 2009,

von 17.30 bis ca. 24.00 Uhr.

Nach der Abfahrt um 18.00 Uhr geht die Fahrt zunächst den Rhein hinauf bis Linz, wo sich alle Schiffe sammeln. Bei Anbruch der Dun¬kelheit fährt die festlich beleuchtete Flotte zurück in Richtung Bonn, vorbei an malerisch angestrahlten Burgruinen und illuminierten Rheinpromenaden mit kleineren Feuerwerken. Für Speisen und Ge¬tränke an Bord ist gesorgt.

Bei der Ankunft der Flotte in Bonn erleben wir dann das große Feu¬erwerk „Rhein in Flammen 2009“.

Teilnehmerbeitrag:

 

Nichtmitglieder des Oxford-Clubs: 45,00 Euro

Bitte bezahlen Sie die bestellten Karten möglichst umgehend – sei es per V-Scheck, per Überweisung auf unser Konto 14 753 bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) oder in bar in unserem Clubsekretariat.

Die Karten können ab 21. April 2009 im Clubsekretariat abgeholt werden; Postversand ist leider nicht möglich.

 

Der Kongress der VDFG/ FAFA wird vom 8. bis 11. Oktober 2009 in Duisburg stattfinden.

Die Idee zum Kongress entstand aus der Tatsache, dass das NRW-Frankreichjahr 2008/2009 im Herbst 2009 endet und im Jahr 2010 das Ruhrgebiet mit Essen „Europäische Kulturhauptstadt“ ist. Die VDFG/FAFA will aus diesem Grund alle Städte der Partnerschaften mit Städten in NRW ansprechen und zur Teilnahme animieren.

Das Motto des Kongresses

 

Was bewegt Europa heute: Politik, Wirtschaft, Kultur?

 

Das Thema der Podiumsdiskussion:

Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die deutsch-französischen Beziehungen und auf Europa

Themen der Arbeitskreise :

Gruppe 1: „Grosse Welt und kleine DFG“ – Impulse aus überregionalen Kulturinitiativen und Erfahrungen mit trilateralen Beziehungen, insbesondere mit Polen

Gruppe 2: Deutsch- Französischer Austausch im Berufsleben / Unternehmensengagement für junge

Berufstätige

Gruppe 3 : Partnersprache, Französisch lernen , was sonst ? Bringt Französisch ins Spiel!

Gruppe 4: Ideenbörse zu Mitglieder- und Sponsorenwerbung sowie Öffentlichkeitsarbeit

 

Ansprache am Sonntagvormittag

Neue Chancen für die Kultur in Zeiten der Krise

Einladung folgt.

 

Das Robert-SchumaN-Institut lädt ein:

 

- Mittwoch, 25. März 2009 um 18.30 Uhr Cinéclub „OUGA SAGA“

 

- Mittwoch, 22. April 2009 um 18.30 Uhr

Cinéclub „IL Y A LONGTEMPS QUE JE T’AIME“

- Ausstellung vom 23.04. bis 28. 05 2009

„Deutsche Widerstandskämpfer und reformierte Pfarrer in der französischen Résistance“

 

(Ort aller obigen Veranstaltungen: Bonn, Adenauerallee 35)

- Mittwoch, 29. April 2009 um19.30 Uhr

Buchpräsentation: „FRANKREICH AM RHEIN“

Spuren der „Franzosenzeit“ im Westen Deutschlands

Ort: Haus der Geschichte, Bonn, Willy-Brandt-Allee 14

 

Deutsch – Französische - Polnische Tage in Bonn

Tag 1

Donnerstag, 14. Mai 2009

Haus der Geschichte Willy-Brandt-Alle 14

15.00 Uhr: Podiumsdiskussion:

Das deutsch-französische und das deutsch-polnische Geschichtsbuch aus drei Perspektiven

17.00 Uhr Diskussion

Parlamentarier aus den drei Ländern diskutieren über

Deutschland, Frankreich und Polen in Europa

Palais Schaumburg

20.30 Uhr Concert im Palais Schaumburg

WICHTIG: Anmeldung erforderlich unter:

kultur.rsi@uni-bonn.de mit Namen, Adresse Geburtsdatum (Wg. Sicherheit und geringer Anzahl der Plätze)

Eine Veranstaltung des Robert-SchumaN-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn mit Unterstützung der Europäischen Kommission, des Polnischen Generalkonsulats in Köln und des Hauses der Geschichte

Tag 2

Freitag, 15. Mai 2009

Universität Bonn

09.00 Uhr Kolloquium mit Wissenschaftlern aus den drei Ländern zum Thema:

Frankreich, Deutschland und Polen und die Europäische Union seit dem Ende der 80er Jahre. Ein Rückblick auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung

Anmeldung: sekretariat.hilz@uni-bonn.de oder T 0228 733553

Eine Veranstaltung des französischen Büros für Hochschulkooperation für NRW und Hessen und des Instituts für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn (Prof. Dr. Hilz) in Zusammenarbeit mit dem Robert-SchumaN-Institut und der Konrad-Adenauer-Stiftung, mit Unterstützung des Polnischen Generalkonsulats in Köln

 

Sonstiges

 

Wer vermisst eine wollene Strickmütze?

Nach der letzten Matinee am 11. Januar 2009 wurde eine braune Mütze mit dem Firmenzeichen „Roeckl“ gefunden. Der Eigentümer wird gebeten sich beim Generalsekretär zu melden.

 

Für Sie gelesen

 

Französischer Wein ist Pariser Wein

Als «vinum francigenum » (in einer Schrift von Henry II. Plantagenet aus dem Jahr 1175) oder «vin françois» wurden vom 12. bis zum 16. Jahrhundert die Rebensäfte des Pariser Beckens gehandelt:

«Vina Francica id est Parisina» schrieb Guillaume Budé 1515, französischer Wein ist Pariser Wein. Dieser begründete den Ruf Frankreichs als Weinland, nicht Bordeaux oder Burgunder. Warum auch nicht: Terroir und Klima des Pariser Beckens sind so anders nicht als das von Chablis oder der Champagne.

(aus: Vinum – Alles über Wein, April 2009; siehe dort auch den Artikel: Pariser Wein: Vexierspiel, Seite 24 ff) (GS)

 

A vos Casseroles

 

Mousse de brochet en aspic

 

Pour 4 personnes

 

4 petits moules en verre ou en porcelaine

3 feuilles de gélatine

150 g de filet de brochet poché

1/10 de litre de sauce blanche

Sel et poivre

5 cuillers de bouillon de viande

1/8 de litre de crème liquide

200 g de crevettes fraîches ou décongelées

¼ de litre de gelée au vin blanc

quelques feuilles de salade et quelques brins d’aneth pour la décoration

 

Faire tremper la gélatine dans de l’eau froide. Passer le poisson et la sauce blanche au mixer. Poivrer, saler. Faire chauffer le bouillon de bœuf, essorer les feuilles de gélatine et les diluer dans le bouillon. Battre la crème en chantilly. En mettre deux cuillerées dans le bouillon, ajouter le reste à la purée de brochet, mélanger bouillon et purée pour obtenir la mousse. Napper les moules avec de la gelée au vin blanc très froide, mais encore liquide. Laisser prendre la gelée au réfrigérateur. Ajouter la mousse de brochet, mettre au réfrigérateur. Décongeler les crevettes. Garnir 4 assiettes avec une ou deux feuilles de salade. Démouler la mousse de brochet sur la salade. Répartir les crevettes sur les aspics, verser le reste de la gelée au vin sur les crevettes, remettre au réfrigérateur pour que la gelée prenne. Au moment de servir, décorer avec les brins d’aneth. Servir avec des toasts.

 

Gelée au vin blanc :

200 cl de bouillon de légumes, 50 cl de vin blanc, 3 feuilles de gélatine.

 

Le coin littéraire

 

Jean de La Fontaine : Le chêne et le roseau

 

Le chêne un jour dit au roseau :

« Vous avez bien sujet d’accuser la nature ;

Un roitelet pour vous est un pesant fardeau ;

Le moindre vent qui, d’aventure,

Fait rider la face de l’eau,

Vous oblige à baisser la tête ;

Cependant que mon front, au Caucase pareil,

Non content d’arrêter les rayons du soleil,

Brave l’effort de la tempête.

Tout vous est aquilon, tout me semble zéphyr.

Encor si vous naissiez à l’abri du feuillage

Dont je couvre le voisinage,

Vous n’auriez pas tant à souffrir ;

Je vous défendrais de l’orage ;

Mais vous naissez le plus souvent

Sur les humides bords des royaumes du vent ;

La nature envers vous me semble bien injuste. »

« Votre compassion, lui répondit l’arbuste,

Part d’un bon naturel ; mais quittez ce souci ;

Les vents me sont moins qu’à vous redoutables ;

Je plie, et ne romps pas. Vous avez jusqu’ici

Contre leurs coups épouvantables

Résisté sans courber le dos ;

Mais attendons la fin. » Comme il disait ces mots,

Du bout de l’horizon accourt avec furie

Le plus terrible des enfants

Que le Nord eût jamais porté jusque-là dans ses flancs.

L’arbre tient bon, le roseau plie.

Le vent redouble ses efforts,

Et fait si bien qu’il déracine

Celui de qui la tête au ciel était voisine,

Et dont les pieds touchaient à l’empire des morts.

 

Emile Verhaeren : L’arbre

Tout seul,

Que le berce l’été, que l’agite l’hiver,

Que son tronc soit givré ou son branchage vert,

Toujours, au long des jours de tendresse ou de haine,

 

 

Il impose sa vie énorme et souveraine

Aux plaines.

 

Il voit les mêmes champs depuis cent et cent ans,

Et les mêmes labours, et les mêmes semailles ;

Les yeux aujourd’hui morts, les yeux

Des plus lointains aïeux

Ont regardé, maille après maille,

Se nouer son écorces et ses rudes rameaux.

Il présidait tranquille et forts à leurs travaux ;

Son pied velu leur ménageait un lit de mousse ;

Il abritait leur sieste à l’heure de midi

Et son ombre fut douce

A ceux de leurs enfants qui s’aimèrent jadis.

 

Dès le matin, dans les villages,

D’après qu’il chante ou pleure, on augure du temps ;

Il est dans le secret des violents nuages

Et du soleil qui boude aux horizons latents ;

Il est tout le passé debout sur les champs tristes.

Mais, quels que soient les souvenirs

Qui, dans son bois, persistent,

Dès que janvier vient de finir,

Et que la sève, en son vieux tronc, s’épanche,

Avec tous ses bourgeons, avec toutes ses branches,

- Lèvres folles et bras tordus, -

Il jette un cri immensément tendu

Vers l’avenir.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 


 

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